Seminarreihe 2020

Selbstlaut bietet für alle Interessierten eine offen zugängliche Seminarreihe in unseren Räumlichkeiten in Wien an.

Wir haben einige Termine vom Frühjahr Corona-bedingt in den Herbst verschoben.


Bild von der Ausstellung

Wenn Kinder Grenzen verletzen – Sexuelle Übergriffe unter Kindern und Sexualpädagogik mit den Klein(s)ten

Mittwoch, 14. Oktober 2020, 9-17 Uhr

Überall, wo Kinder zusammen sind, kann es auch zu Grenzverletzungen und Übergriffen kommen. Während es bei manchen Situationen vor allem um das Vermitteln von Wissen, Regeln und Sensibilisierung für Körpergrenzen geht, deuten andere darauf hin, dass Kinder eventuell selbst sexuellen Missbrauch erlebt haben oder aktuell erleben. Wir stellen verschiedene Formen sexuellen Handelns und sexueller Übergriffe unter Kindern vor und wie Pädagog_innen diese unterscheiden und jeweils damit umgehen können bzw. wie vernetzes Handeln möglich ist.

Amina Mahdy & Lilly Axster

Kosten: € 120,-


Von Konsens, gekippten Situationen und Gewalt – Sexualität unter Jugendlichen und sexuelle Übergriffe durch Jugendliche on- und offline

Mittwoch, 18. November 2020, 9-17 Uhr

Prävention durch sexuelle Bildung unterstützt Jugendliche sowohl darin, einvernehmliche, positiv erlebte Sexualität zu leben, als auch sexuelle Übergriffe als solche zu erkennen und sich möglichst Hilfe holen zu können. Wir setzen uns mit dem Begriff Zustimmung auseinander und wie dieser in die alltägliche (sexualpädagogische) Arbeit mit Jugendlichen einfließen kann. Als Gegenteil von Zustimmung besprechen wir verschiedene Formen von Übergriffen (verbale Belästigungen, sexualisierte Gesten und Abwertungen im Freund_innenkreis, sexualisierte Übergriffe im Internet, Konfrontation mit Pornos, Veröffentlichung von „Sexting“, „gekippte“ Situationen bei (ersten) sexuellen Erfahrungen oder „Date-Rapes“) und notwendige Interventionsschritte in verschiedenen Settings pädagogischer Einrichtungen.

Rada Živadinović & Zeynep Önsür-Oluğ

Kosten: € 120,-


Sexuellen Konsens gestalten – Wie mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen Rahmen schaffen, um sexuelle Einvernehmlichkeit zu vermitteln?

Dienstag, 24. November 2020, 9-17 Uhr

Sexuelle Einvernehmlichkeit ist ein Aspekt sexueller Selbstbestimmung. Zustimmungsbasierte sexuelle Handlungen unter Jugendlichen sowie unter Erwachsenen sind das Gegenmodell zu sexuellen Übergriffen und sexueller Gewalt. Sexuelle Einvernehmlichkeit ist ein (Lern-)Prozess und bezeichnet sexuelle Begegnungen, die durch verbale oder deutliche nonverbale Kommunikation abgestimmt werden. Wie können professionelle Bezugspersonen mit Jugendlichen über konsensualen Sex sprechen und sie darin stärken, ihre Bedürfnisse, Wünsche und Sorgen zu äußern? Und wie funktionieren Zustimmungskonzepte in sexuellen Beziehungen und Handlungen?

Mit besonderem Blick auf Macht- und Herrschaftsverhältnisse wollen wir im Seminar zum einen über Zustimmungskonzepte sprechen und zum anderen auch Handlungsmöglichkeiten und Methoden erproben, um Jugendliche und junge Erwachsene darin zu bestärken, zu sich zu stehen und ihre Sexualität selbstbestimmt zu gestalten.

Zeynep Önsür-Oluğ und Sevil Eder

Dieses Seminar ist Dank einer Förderung der MA57 kostenlos.


Trauma 1: Trost, Klarheit, Sprechhilfe – Zum pädagogischen Umgang mit traumatisierten Kindern

Mittwoch, 25. November 2020, 9 – 17 Uhr

Welche Formen von Traumata gibt es, was geht im Gehirn während einer traumatischen Erfahrung vor sich? Wir besprechen Grundlagen der Traumatologie und wie Pädagog_innen Traumatisierungen erkennen und betroffenen Kindern bei der Bewältigung des Schul-, Kindergarten-, Hort- oder WG-Alltags besser helfen können. In praktischen Übungen erproben wir Grundzüge und Haltungen der Traumapädagogik.

Maria Dalhoff & Christa Jordan-Rudolf

Kosten: € 120,-


Trauma 2: Dissoziationen – das Herausfallen aus der Zeit und das Auseinanderdriften von Bewusstsein und Identität

Mittwoch 9. Dezember 2020, 9 – 17 Uhr

Dissoziation – die Abspaltung von bedrohlichen Ereignissen aus dem Bewusstsein – ist im Augenblick des Überwältigt-Werdens unser bester Schutz. So ist es möglich, großes Leid zu überleben. Erst im weiteren Lebensverlauf können diese Dissoziationen – ausgelöst durch Erinnerungsfetzen an das Trauma – zum verselbständigten Problem werden. Wir wollen uns damit beschäftigen, wie Pädagog_innen dissoziierenden Kindern und Jugendlichen im Alltag besser zur Seite stehen können. Es soll auch um die Umlegung des Phänomens Dissoziation auf gesellschaftliche Gegebenheiten gehen: Warum wird Unbekanntes, Ängstigendes und vermeintlich Böses abgespalten? Welchen guten Grund gibt es für das betreffende Kind?

Stefanie Vasold & Christa Jordan-Rudolf

Kosten: € 120,- (Kosten für Seminar 4 und 5 zusammen: 200.- €)


Seminarleiterinnen

Stefanie VASOLD, Sozialwissenschafterin, Traumapädagogin, Mediatorin

Rada ŽIVADINOVIĆ, Sozialwissenschafterin, Jugendarbeiterin

Maria DALHOFF, Traumapädagogin, Erwachsenenbildnerin (WBA), Mediatorin

Christa JORDAN-RUDOLF, Psychologin und Psychotherapeutin

Zeynep ÖNSÜR-OLUĞ, Sozialpädagogin

Sevil EDER, Soziologin, Volksschulpädagogin

Amina MAHDY, AHS-Lehrerin

Lilly AXSTER, Regisseurin und Autorin, Theaterpädagogin


Kosten

Der Teilnahmebetrag ist, wenn nicht anders vermerkt, € 120,- und im Voraus auf das Vereinskonto einzuzahlen.

Fachstelle Selbstlaut, Bank Austria, IBAN: AT52 11000 02483 512600, BIC: BKAUATWW


Anmeldung

Wir bitten um Anmeldung bis spätestens eine Woche vor dem jeweiligen Seminartermin via Anmeldeformular, per Email an office@selbstlaut.org oder telefonisch unter 01 – 810 90 31.

Die Anmeldung ist erst gültig nach Überweisung des Teilnahmebetrags.


Seminarort

Thaliastrasse 2/2A, 1160 Wien

Zugänglichkeit: Lift, barrierefreies WC, gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel


Lehrgang

Selbstlaut bietet außerdem einen Lehrgang an zur Ausbildung zur Fachkraft gegen sexualisierte Gewalt. Nähere Informationen dazu finden Sie hier:

https://selbstlaut.org/seminare/lehrgang/


AGBs und Datenschutz

Mit der Anmeldung stimmen Sie unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen und der Verarbeitung Ihrer Daten zu. 

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Qualitätssicherung und Fördermöglichkeiten

Die Bildungsarbeit von Selbstlaut ist mit den Qualitätssicherungsverfahren wiencert und Öcert geprüft und zertifiziert. Es legt österreichweit Qualitätsstandards für Erwachsenenbildungsorganisationen fest und schafft Transparenz für Bildungsinteressierte und für FördergeberInnen. Bildungsinteressierte haben damit gleiche Möglichkeiten beim Zugang zur Förderung ihrer Weiterbildung, auch wenn diese nicht im eigenen Bundesland stattfindet. Fördermöglichkeiten finden Sie hier: Förderungen von Weiterbildungen für Einzelpersonen

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Anrechnung durch den BÖP

Der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen anerkennt unsere Seminarreihe gemäß § 33 Psychologengesetz 2013 als Weiterbildungsveranstaltung in folgendem Ausmaß:

“Handeln gegen sexualisierte Gewalt”: 16 Fortbildungseinheiten

“Strategien und Tricks von Täger_innen”, ” Trost, Klarheit, Sprechhilfe”,  “Dissoziationen – das Herausfallen aus der Zeit und das Auseinanderdriften von Bewusstsein und Identität”, “Achtsame Schule”, “Wenn Kinder Grenzen verletzen”, “Von Konsens, gekippten Situationen und Gewalt”: 8 Fortbildungseinheiten.

“Stopping sexualised violende towards children” : 4 Fortbildungseinheiten