Leitbild und unser Verständnis von Prävention

Leitbild

Selbstlaut ist ein überparteilicher, gemeinnütziger Verein, der das Thema sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen ins Zentrum seiner Arbeit stellt. Vor allem Erwachsene für das Thema zu sensibilisieren ist der Arbeitsschwerpunkt von Selbstlaut. Dies wird verwirklicht durch: Fort- und Weiterbildungsangebote, Vorträge, Mitwirken und Organisieren von Fachtagungen, Erstellen von Leitfäden und Unterrichtsmaterialien, Beratungen von Multiplikator_innen und Bezugspersonen bei Verdacht auf sexuelle Gewalt sowie Projektbegleitungen bei struktureller Prävention oder sexueller Bildung. Daneben bietet Selbstlaut Präventionsworkshops in Schulen und außerschulischen Einrichtungen und Workshops in der von Selbstlaut entwickelten Ausstellung „Ganz schön intim“ interaktive Stationen zu sexueller Bildung und Gewaltprävention, an. Weiters setzt sich Selbstlaut für eine bessere Verankerung von sexueller Bildung in allen Bildungs- und Freizeiteinrichtungen ein, insbesondere für sozial benachteiligte Menschen und Menschen mit Behinderung und Lernschwierigkeiten.

Unsere Vision ist ein missbrauchsfreies Miteinander in Familien, Lebensgemeinschaften, Ausbildungs- und Freizeitinstitutionen sowie im öffentlichen Raum.

Unser Verständnis von Prävention:

Prävention von sexualisierter Gewalt ist eine grundsätzliche Haltung Menschen gegenüber, die getragen ist von Respekt und Wertschätzung und vor allem erwachsene Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen in Verantwortung nimmt. Bei der Beschäftigung mit der Thematik sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen müssen andere Ausbeutungs- und Diskriminierungsverhältnisse immer mitgedacht, in Zusammenhang gestellt, benannt, bekämpft und verändert werden. Diskriminierung schwächt Menschen und macht dadurch einen möglichen sexuellen Missbrauch wahrscheinlicher. Selbstlaut fordert und thematisiert nach innen (im Team) und nach außen (bei Teilnehmenden, Multiplikator_innen…) eine Auseinandersetzung mit der je eigenen geschlechtlichen, kulturellen und sozialen Zugehörigkeit. Die Akzeptanz der Menschen im Sinne der Vielfalt ist eine Selbstverständlichkeit.